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Tipps

Heizperiode vorbei — jetzt Sanierung planen

Frühling ist die beste Zeit für Sanierungsplanung. So gehen Sie Timing, Handwerker und Förderanträge richtig an.

Stand: Mai 2026·5 Min. Lesezeit

Die Heizung ist aus, die letzte Nebenkostenabrechnung liegt auf dem Tisch — und Sie fragen sich, ob das wirklich so weitergehen muss? Dann ist jetzt der richtige Moment. Wer im Frühling plant, kann im Sommer umsetzen und spart ab der nächsten Heizperiode.

Warum Frühling ideal ist

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Sie haben gerade Ihre Heizkosten im Blick — die Motivation ist frisch

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Handwerker haben im Frühjahr mehr Kapazität als im Herbst-Rush

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Fassaden- und Dacharbeiten brauchen trockenes Wetter — Sommer ist ideal

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Förderanträge brauchen 4–8 Wochen — wer jetzt beantragt, kann im Sommer starten

Ihr Fahrplan: Schritt für Schritt

1

März/April: Heizkosten analysieren

Vergleichen Sie Ihre Heizkosten der letzten 3 Jahre. Steigen sie? Wie hoch ist Ihr Verbrauch pro Quadratmeter? Ab 150 kWh/m²a lohnt sich eine Sanierung fast immer.

2

April: Energieberatung beauftragen

Ein zertifizierter Energieberater kommt zu Ihnen, begutachtet das Gebäude und erstellt einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP). Kosten nach BAFA-Förderung: ca. 850–1.350 € (Einfamilienhaus).

3

Mai: Maßnahmen priorisieren

Anhand des iSFP entscheiden Sie, welche Maßnahmen Sie zuerst umsetzen. Nicht alles muss auf einmal passieren — aber die Reihenfolge sollte stimmen (erst Hülle, dann Heizung).

4

Mai/Juni: Vertrag & Förderantrag

Angebote einholen und Vertrag mit aufschiebender/auflösender Bedingung abschließen. Dann Förderantrag bei BAFA oder KfW stellen. Wichtig: Ein Vertrag ohne Schutzklausel gilt als Vorhabenbeginn! Bearbeitungszeit: ca. 4–8 Wochen.

5

Juni/Juli: Handwerker beauftragen

Holen Sie 2–3 Angebote ein, prüfen Sie Referenzen und achten Sie auf Fachbetrieb-Zertifizierungen. Erst nach Förderzusage beauftragen!

6

Aug–Okt: Umsetzung

Ideales Wetter für Fassade, Dach und Fenster. Heizungstausch geht auch im Herbst — Hauptsache vor der Heizperiode fertig.

7

Vor der Heizperiode: Abnahme & Optimierung

Hydraulischer Abgleich, Heizkurve einstellen, Anlage einregulieren. So holen Sie das Maximum aus der neuen Sanierung heraus.

⚠️ Häufigster Fehler

Einen Vertrag ohne aufschiebende oder auflösende Bedingung unterschreiben — das gilt als Vorhabenbeginn und kostet Sie den kompletten Zuschuss! Die Regel: Erst Vertrag mit Schutzklausel abschließen, dann KfW-Antrag stellen. Die Klausel muss von Anfang an im Vertrag stehen.

Sofort-Maßnahmen ohne großes Budget

Auch ohne große Investition können Sie sofort Energie sparen:

  • Heizung optimieren: Nachtabsenkung aktivieren, Vorlauftemperatur prüfen
  • Dichtungen an Fenstern und Türen prüfen und erneuern
  • Rohrleitungen im Keller dämmen (Pflicht nach GEG!)
  • Oberste Geschossdecke selbst dämmen (Material: ca. 20 €/m²)
  • Thermostatventile auf voreinstellbare Modelle tauschen

Jetzt den ersten Schritt machen

Ein kostenloses Erstgespräch zeigt Ihnen, was bei Ihrem Gebäude möglich ist — und was es bringt.